Heute war der letzte Schultag im Jugendzentrum. Zeit für eine Zwischenbilanz:
Nach dem Ausflug nach Sylt am Samstag, der sehr sonnig war und nur überschattet wurde von Ritalin-Junkies, die auf Wochenendentzug sind, ist nun der letzte Tag vor den Ferien überstanden.
4 Jugendliche flogen von der Schule (selbstredend ohne Abschluss), 4 blieben sitzen und 5 bekamen keine Lehrstelle.
Nach diesen tollen Aussichten loht sich der Blick in Patchwork-Familien, die eher die Verwahrlosung kultivieren als neue, interessante Lebenswelten zu erschaffen.
Was soll aus einer Gesellschaft werden, die in einem 4000-Seelen-Dorf über die Schließung des Schwimmbades, der Bücherei und des Jugendzentrums nachdenken muss und Sozialhilfe auf Kredit gewährt an Menschen, die leider die 3. Ausbildung geschmissen haben, sitzenbleiben oder als Gemeindearbeiter für 1.25 EU die Stunde arbeiten? (dieses Beispiel wurde verfremdet). (Aber nur unwesentlich).
Jetzt habe ich 47 Tage Zeit, diese Mischung aus Perspektivlosikeit und Wut zu vergessen und mich Kafka auf Esperanto zu widmen (ist nicht halb so grauenvoll).
Und dennoch: Auf niedrigstem Niveau werden im Jugendzentrum Kindergarten-Regeln für den Umgang miteinder vermittelt und begriffen. *schulterklopf*
Und dennoch ist es eine Freude, dass eine Horde hormon-geplagter Menschen ihre Freizeit sinnvoll verbringen kann. Aber die 47 Tage sind eine größere Freude. In diesem Sinne: PROST!
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